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Die Schweiz hat neue Zahlungsmethoden eingeführt


Es gibt noch viele Schweizer, die Bargeld präferieren. Im Jahr 2022 wurden laut einem Bericht der Schweizerischen Nationalbank noch 36% aller Zahlungsvorgänge mit physischem Bargeld abgewickelt. Es gibt sogar einige Initiativen, die verhindern wollen, dass das Bargeld verschwindet, da man sich dadurch in der Freiheit beschnitten fühlt.

Umgekehrt nimmt aber die Nutzung bargeldloser Zahlungsmethoden zu und schließlich gibt es heute viele Zahlungsmethoden, die Bargeldzahlungen überflüssig machen. Vor allem in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass bargeldloses Zahlen auch an der Kasse im Supermarkt oder am Kiosk hervorragend funktioniert. Die Pandemie hat sogar dafür gesorgt, dass sich viele Schweizer erstmals ein E-Wallet zugelegt oder die Dienste eines neuen Zahlungsanbieters wie genutzt haben, mit dem sie über ihr Handy bequem bargeldlos bezahlen können. Bei Online-Zahlungen, wie bei Amazon & Co kann ohnehin kein Bargeld genutzt werden.

Was sind die beliebtesten bargeldlosen Zahlungsmethoden der Schweizer?

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Nicola Haegeli

Eine Untersuchung des Instituts Statista hat ergeben, dass bereits im Jahr 2021 knapp drei Viertel der Schweizer einmal im Quartal Online-Bestellungen vornimmt und dementsprechend auf Online-Zahlungsmethoden zurückgreift. Auch Online-Dienstleistungen wie Streamingdienste oder Spiele um Echtgeld im Online Casino sind sehr gefragt. Das Spielen von Spielautomaten oder Roulette wurde vor einigen Jahren erst im Rahmen eines Volksentscheids legalisiert.

Seitdem gibt es zahlreiche Online-Spielbanken, die allesamt von. den land-basierten Spielbanken wie die in Basel oder Pfäffikon betrieben. Diese unterliegen der strengen Kontrolle der Eidgenössischen Spielbankenkommission ESBK. Um das Spielkonto aufzufüllen können zahlreiche Online-Zahlungsmethoden gewählt werden, darunter Kredit- und Debitkarten, PayPal oder Banküberweisung. Bei einigen Anbietern kann auch mit neuen Zahlungsmethoden wie eZeeWallet für Spielothek gezahlt werden. Spieler können sich mit der erstmaligen Einzahlung oft auch einen Bonus für ihre Spiele sichern.

Bei Onlinekäufen gibt es eine noch größere Auswahl an Online-Zahlungsmethoden. Verfügbar sind beispielsweise auch 0-Prozent-Finanzierung, PostFinance, Twint, Sofort, E-Finance sowie Apple Pay und Google Pay.

Wie sieht es mit Kryptowährungen aus?

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Kryptowährungen sind in der Schweiz kein gesetzliches Zahlungsmittel. Dennoch werden Zahlungen mit Bitcoin & Co bei mittlerweile recht vielen Online-Händlern akzeptiert. Außerdem spekulieren auch die Banken in der Schweiz mit Kryptowährungen. Mit zu den größten Online-Händlern, die Bitcoin akzeptieren, gehören Digitech Galaxus und der Lehner Versand. Die Bitcoins können online auf Marktplätzen wie Coinmap oder Bitcoinwide oder auch an Automaten von Bity, TiBc und Värdex zum Beispiel auf Bahnhöfen erworben werden.

Letztlich werden die Kryptowährungen bislang nur von wenigen Schweizern. Das liegt hauptsächlich an den Nachteilen. So werden für eine Transaktion Gebühren von 0,5 bis 1,5 % des Zahlungsbetrages fällig. Wer einen Bitcoin-Gutschein mit QR-Code kauft, muss sogar mit Gebühren von 5 % oder mehr rechnen. Bei anderen Online-Zahlungsmethoden fallen indes zumeist keine Gebühren für die Kunden an.

Hinzu kommt, dass Bitcoin nicht zurückgebucht werden können. Sollte die bestellte und mit Bitcoin bezahlte Ware beispielsweise nicht zu Hause ankommen, kann es im Einzelfall schwierig werden, die Bitcoins zurückzufordern.

Risiken beim Zahlen mit neuen Zahlungsmethoden

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Die neuen Online Zahlungsmethoden wie eZeeWallet oder Twint sind allgemein als sehr sicher einzustufen. Nur bei PayPal gab es immer mal wieder Berichte, dass Daten von Kunden mit Phishing von Computern abgeschöpft und damit Schindluder getrieben wurde. Die Phishing-Attacken können jedoch nicht der Zahlungsmethode selbst angelastet werden. Auch PayPal ist als Zahlungsmethode sehr sicher. Risiken beim Zahlen gibt es vor allem bei Ratenkäufen oder Käufen mit einem Zahlungsziel.

Viele Schweizer Online-Händler bieten ihren Kunden ein Zahlungsziel von 30 Tagen oder mehr an. Die Ratenkäufe oder Käufe mit Zahlungsziel führen bei nicht wenigen Schweizern dazu, dass sie den Überblick über ihre Zahlungsverpflichtungen verlieren. Hinzu kommen hohe Zinsen bei der Ratenkauf-Option wie etwa bei Klarna. Laut einem Bericht der Wirtschaftsauskunftei CRIF stieg die Verschuldung nach der Corona-Pandemie ab dem Jahr 2022 wieder deutlich an. Während der Pandemie sorgten vor allem die Ausgleichszahlungen des Staates dafür, dass die Verschuldung etwas zurückging.

Zu beobachten ist, dass vor allem alleinlebende Stadtbewohner unter 24 Jahren ohne höheren Bildungsabschluss ein erhöhtes Risiko besitzen, in die Schuldenfalle zu geraten. Um dies zu verhindern, raten Experten dazu, ein Haushaltsbuch zu führen, in dem alle kommenden Raten für Online-Käufe mit eingetragen werden. Auch die Nutzung von Bargeld statt Karten kann vorbeugen, ins Dickicht von Schulden, Mahnbriefen und Inkasso zu geraten.

Im Einzelfall kann es auch besser sein, einen Konsumentenkredit aufzunehmen und mit diesem die Schulden aus Ratenkäufen auf einmal auszugleichen. Das spart zum einen Zinsen und zum anderen bleibt dann nur eine übersichtliche Rate, die bedient werden muss.

Wird das Bargeld ganz verschwinden?

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Manch einer der politisch Verantwortlichen würde sich wünschen, dass das Bargeld so schnell wie möglich aus dem Leben der Schweizer verschwindet. Wenn alle Transaktionen in der Schweiz nur noch bargeldlos abgewickelt würden, würden Steuerhinterziehungen und Geldwäschetransaktionen ungleich schwieriger. Der Staat würde erheblich mehr Kontrolle über den Geldverkehr besitzen. Letzteres schmeckt den meisten Schweizern mit ihrer Freiheitsliebe überhaupt nicht.

Daher wünschen sich viele Schweizer, dass das Bargeld in Form von Schweizer Franken als Zahlungsmittel Verfassungsrang bekommt. So hat die Schweizerische Freiheitsbewegung (SFM) unter ihrem Präsidenten Richard Koller, einem 62-jährigen Computeringenieur, bereits zwei Volksinitiativen lanciert, um eine Verankerung des Bargelds in der Verfassung zu verankern.

Die Regierung dagegen argumentiert, dass der Antrag der Volksinitiative so nicht in die Verfassung aufgenommen werden könne, da es unscharf formuliert ist. Angesichts der offensichtlichen Widerstände in der Bevölkerung ist derzeit nicht absehbar, dass es kurz- oder mittelfristig zu einer völligen Abkehr vom Bargeld in der Schweiz kommt.

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Author: Christopher Long

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